ein offen grassierendes Ausstellungsprojekt
drinnen & draußen & in der Botschaft am Worringer Platz 4
Öffnungszeiten Botschaft: donnerstags - sonntags von 16 - 20 Uhr
Anmeldung zum Projekt unter: 


Nina Ahlers I Ali Altin I Motoko Aoki I Leonore Araki I Baikonur
Felix Balzer I Mina Bellack I Kerstin Bohlin I Eva Borski I Terry Buchholz
Brigitte Dams I Katja Donnerstag I Christian Dünow I Felix Engelhardt
Stefan Ettlinger I Bernd Fallen I Susanne Fasbender I Anja Garg
Oliver Gather I Volker Gatz I Maria Gilges I Edith Glischke I Lars Gottfried
Michael Gumnor: Kunst in NRW I Mechthild Hagemann I Achim Hahne
Martin Hauf I Minka Hauschild I Heinz Hausmann I Karin Hochstatter
Max Hoffs I Harald Hofmann I Gabriele Horndasch I Jonas Hummel
Elisa Iven I Birgit Jensen I Michael Jonas I Joung-en Huh I Sebastian Kalitzki
Kay Kaul I Dieter Krüll I Florian Kuhlmann I Bela Letto I Simone Letto
Anna Löbner I Doris Mademann-Meise I Peter Märtin I Ben Mathis
Anne Mommertz I Otto Müller I Markus Mußinghoff I Nesha Nikolic
Norika Nienstedt I Hans-Willi Notthoff I Heike Pallanca I Christoph Pöggeler
Jan Puck I Claus Michael Pulm I Gul Ramani I Ute Reeh I Kai Rheineck
Tilo Riedel I Claudia Marcela Robles I Felicitas Rohden I Francisco Rozas
Ulrike Rutschmann I Helmut Schiefer I Klaus Schmitt I Jeannette Schnüttgen
Nicola Schrudde I Fabian Schulz I Serafin in Aktion I Klaus Sievers
Anne Sievert I Sigune Sievi I Hans-Jürgen Soeffker I Wolfgang Spanier
Jens Stittgen I Annette Stöckler I Masami Takeuchi I Andreas Techler
Jan Tesche I Tri Top Orange I Susanne Troesser I Jan Vedder
Anne Wissmann I Saskia Zeller I Stefan Zöllner




Unmittelbarer Anlass für die Aktivitäten des Projektes "unter freiem Himmel" sind
verschiedene Fragestellungen, die sich an die geplante Entwicklung des Jan-Wellem-Platzes
und den damit einhergehenden Abriss des Tausendfüßlers knüpfen.
Der Entwurf des modernen Düsseldorf, wie er sich besonders im Ensemble Thyssen-Hochhaus,
Schauspielhaus und Jan-Wellem-Hochstraße realisiert hat, wird nach den bisherigen Planungen
faktisch revidiert und gegen einen neuen Entwurf eingetauscht.
Mit der Begründung der damit erreichten "Wiederherstellung" einer stadthistorischen Ansicht
- die Wiederanbindung des Kö-Grabens an den Hofgarten - wird ein herausragendes
städtebauliches Ensemble der Nachkriegsmoderne preisgegeben.
"Unter freiem Himmel" möchte diesen Vorgang öffentlich diskutieren und das Nachdenken über
die aktuelle Planungspraxis in Gang halten.
Der Schwerpunkt liegt auf innovativen Vorgehensweisen.
Es geht nicht darum Entwicklungen zu verhindern, sondern um die Frage nach den urbanen,
sozioräumlichen und gestalterischen Qualitäten der vorhandenen Situation, der vorliegenden
Entwürfe, möglicher neuer Vorschläge, die aus einer breiten öffentlich geführten Diskussion
entstehen können. Durch die Art der Ausstellung entstehen Bedingungen für Bürgerbeteiligung.
Die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2007
verabschiedete Leipzig Charta stellt unter anderem fest, dass gewachsene europäische Städte
ein wertvolles und unersetzbares Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgut sind.
Nachhaltige Stadtentwicklung heißt, in diesem Sinne, wirtschaftliche Prosperität, sozialen
Ausgleich und gesunde Umwelt, kulturelle Vielfalt und angemessene gestalterische und bauliche
Qualität zu schaffen und zu erhalten. Zielsetzungen, die nur durch eine integrierte, prozessuale
und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung zu erreichen seien.
Zukunftsfähige Städte entstehen also nicht durch repräsentative, historisierende Kulissen
oder forcierte Kapitalisierung von Stadtraum. Dazu braucht es vitale Kommunikationsstrukturen,
transparente Planungsprozesse und Mut zum Neuen und Erproben durch Improvisation.
Stadtentwicklung ist auf vielfältige Weise mit globalen Entwicklungen verbunden.
Sowohl ökologisch-klimatische, als auch wirtschaftliche Wandlungsprozesse wirken sich auf
Städte aus, können umgekehrt nur durch sehr vorrausschauendes Handeln beeinflusst werden.
Planung in die Zukunft bedeutet immer auch, mit dem Unvorhergesehenen zu rechnen und
Möglichkeiten der Aktion und Reaktion offen zu halten. Stadtentwicklung, und damit die Frage, wie
wir zukünftig leben können, geht alle an und sollte nicht von einer Minderheit entschieden werden.
Als Künstler öffnen wir eine Ebene des Gesprächs, in der es auch um die Frage geht, welche Rolle
künstlerisches Handeln in Stadtentwicklungsprozessen übernehmen kann.
(Andrea Knobloch)




Zu begleitenden Veranstaltungesterminen und deren besonderen Öffnungszeiten finden Sie
weitere Informationen hier:
















mitohne / Susanne Troesser, Beethovenstrsße 33, 40233 Düsseldorf, 0211-383777